Im CIP-Medien Verlag ist jetzt das von Serge Sulz herausgegebene Buch "Psychotherapie ist mehr als Wissenschaft" erschienen: www.cip-medien.com - Preis 25 Euro. Auch als e-book erhältlich für 17,99 Euro. Psychotherapie ist mehr als Wissenschaft
 

10.5.2015 Die neue Weiterbildungsordnung für Psychotherapeuten - Vorschlag der dgkjpf - was unverzichtbar für den Qualitätserhalt und den Patientenschutz ist, ist hier eingearbeitet

10.5.2015 und dazu die Mängelliste 2 der von der BPtK geplanten Weiterbildung

24.4.2015  Das neue Psychotherapeutengesetz - die Bundespsychotherapeutenordnung im Volltext als Entwurf und Vorschlag der dgkjpf

24.4.2015 und dazu die Mängelliste 1 des vom BMG geplanten Direktstudiums 

Lesen Sie, wie die Zukunft der Psychotherapie im günstigsten Fall aussieht.

Erläuterungen dazu finden Sie in diesem Hinweis-Text.

18.4.2015  Die neue Approbationsordnung ist da - zumindest als Entwurf und Vorschlag der dkjpf - jetzt wird es spannend! 

Dieser Vorschlag einer  Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten basiert auf der Ärztlichen Approbationsordnung Stand 2014. Der Grund hierfür ist, dass die Ärztliche Approbation die notwendigen Voraussetzungen schafft für den Prototyp des Heilberufs in Deutschland mit dem Recht, selbständig heilberuflich tätig zu sein. Sie ist Maßstab für Heilberufe, die einen äquivalenten Status im Gesundheitsbereich haben wollen.

Psychotherapeuten wollen im Gebiet psychischer und psychosomatischer Krankheiten vollständige Selbständigkeit in Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation haben, ohne Ärzten unterstellt zu sein oder deren Delegation zu bedürfen.

Deshalb muss ihr Studium diesem Maßstab gerecht werden, sonst kann es keine Approbation nach dem Studium geben.

Die Formulierungen der Ärztlichen Approbationsordnung wurden

  1. wörtlich übernommen, soweit sie für Medizin und Psychotherapie gleichermaßen zutreffen
  2. durch für Psychotherapie zutreffende Formulierungen ersetzt, wo die Formulierungen nicht auf Psychotherapie übertragbar sind
  3. in grüner Schriftfarbe durch Formulierungen ergänzt, wo Psychotherapie und Medizin bzw. Psychotherapie- und Medizin-Ausbildung überhaupt nicht miteinander vergleichbar sind.

Die Approbationsordnung hat die Aufgabe, den Patientenschutz und die Versorgungsqualität bei Heilberufen zu gewährleisten. Dabei ergeben sich im Bereich der Psychotherapie einige Probleme:

  1. Der Name Psychotherapie-Studium ist bereits falsch, weil er irrige Implikationen enthält. Psychotherapie ist nicht Wissenschaft, sie ist mehr als Wissenschaft, sie ist Heilkunst wie die ärztliche Kunst. Dort heißt das Studium auch nicht Arzt-Studium. Deshalb muss das Studium richtiger Weise Studium der Psychotherapie-Wissenschaft heißen. Man kann nur Wissenschaft studieren. Psychotherapie muss man dagegen lernen – von denen, die diese Kunst des Heilens am kompetentesten weiter geben können.
  2. In der Medizin ist die Medizinische Fakultät und die Universitätsklinik die Hochburg ärztlicher Heilkunst und Wissenschaft. In der Psychotherapie findet die wichtigste Patientenversorgung nicht im Universitätsbereich statt, sondern in den Praxen niedergelassener PsychotherapeutInnen. Wir finden also in der Universität keine vergleichbare Kompetenz vor. Die Universität ist also nicht der bestmögliche Ort der Psychotherapie-Ausbildung.
  3. Damit hängt zusammen, dass psychologische Universitätsprofessoren keine hochkarätigen Fachärzte sind, bei denen Wissenschaft und Praxis gleichermaßen beheimatet ist. Sie sind Forscher und Lehrer, aber nur nebenbei PsychotherapeutInnen. Deshalb können sie eigentlich auch nicht diejenigen sein, die Psychotherapie am besten lehren können. Sie können nur Kenntnisse der Psychotherapie-Wissenschaft vermitteln, nicht aber der Psychotherapie-Praxis.
  4. Wenn die Transition von der bisherigen sehr qualifizierten und den Nachwuchs flächendeckend herstellenden Ausbildung ohne Qualitätsverluste gelingen soll, müssen genügend viele Professoren
  1. Approbierte PsychotherapeutInnen sein
  2. In dem Verfahren ausgebildet sein, in dem sie lehren
  3. für den Altersbereich ausgebildet sein, in dem sie lehren
  4. mehrjährige ganztägige Berufserfahrung im entsprechenden Verfahren und Altersbereich haben
  5. Promotion, Habilitation mit Forschungsnachweisen im Bereich, in dem sie lehren vorweisen.

So lang diese Qualifikationen nicht nachweisbar sind, kann eine Universität das Studium der Psychotherapie-Wissenschaft nicht anbieten.

  1. Da die Transitions-Bedingungen nur im Bereich der Verhaltenstherapie bei Erwachsenen erfüllt sind, können die Universitäten derzeit noch kein Studium der Psychotherapie-Wissenschaft anbieten, bei dem alle Verfahren und alle Altersbereiche durch ausreichend qualifizierte Professoren gelehrt werden können. Selbst wenn das neue Gesetz sofort in Kraft treten sollte, so kann es den Bildungsauftrag an die Universitäten erst nach einer angemessenen Übergangsfrist von zehn bis fünfzehn Jahren geben. Bis dahin müssen die bisherigen Ausbildungsinstitute weiterhin mit der Psychotherapie-Ausbildung beauftragt bleiben.

Diese vier Kriterien sind der Maßstab, an dem sich das neue Gesetz und die neue Approbationsordnung messen lassen müssen. Ihre sorgfältige Prüfung ist ungeachtet der hier vorgeschlagenen Formulierungen unbedingt notwendig, wenn das Gesetz nicht ein Gesetz zur Zerstörung von Psychotherapie-Qualität und Patientenschutz werden soll.

Wenn diese Kriterien nicht erfüllbar sind, muss unser Verband darauf bestehen, dass die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie von der Gesetzesreform ausgeklammert wird und für sie das bisherige Psychotherapeutengesetz auf Dauer weiter gilt.

Wir würden uns zu dieser Forderung zum Schutz der behandlungsbedürftigen psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen gezwungen fühlen.

16.3.2015 Entwurf einer Weiterbildung nach einem Direktstudium, das Approbation verdient - ambulant, im Institut, tariflich bezahlt

10.3.2015 Hier ist die Alternative zum DGPs-Entwurf einer Direktausbildung bzw. eines Direktstudiums. Nur so ist Patientenschutz gewährleistet und Versorgungsqualität erhalten - besonders im Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie-Bereich  I

9.3.2015 Antworten der dgkjpf auf Fragen der BPtK zum Direktstudium: DGPs-Entwurf darf keine Approbation erhalten

9.3.2015 Antworten der dgkjpf auf Fragen der BPtk zur Weiterbildung nach Direktstudium: Keine ganztägige Weiterbildudng in der Klinik!

5.3.2015 Einladung der Verbände Bundespsychotherapeutenkammer zur Diskussion des Projekts Transition postgraduierte Ausbildung in Direktstudium plus Weiterbildung

 

5.2.2015: Anhörung der Verbände im Bundesgesundheitsministerium:

Welche Mängel kennzeichnen den gegenwärtigen Stand der Gesetzesreform?

  • Kein Zugang von Pädagogen und Sozialpädagogen zur Weiterbildung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
  • Keine Sicherstellung der qualitativ hochwertigen theoretischen und praktischen Ausbildung zum/zur Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn (Universitätspsychologie und Kliniken/Lehrpraxen eignen sich nicht, Approbation sofort nach dem Studium
  • Fehlende Finanzierung der theoretischen und praktischen Ausbildung zum/zur Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn
  • Fehlende Einbindung der Betroffenen (Ausbildungsinstitute, Krankenhäuser, Krankenkassen, GBA, Kassenärztliche Vereinigungen)
  • Der Bund entzieht sich der Verantwortung für die Folgen dieses Gesetzes, wenn er das Ergebnis der Weiterbildung unberücksichtigt lässt.

a) Offizielle Stellungnahme der dgkjpf: Ordnungswut und Aktivismus, dem die Kindertherapie geopfert wird

 – auf dem Rücken psychisch kranker Kinder ausgetragener Statuskampf

b) dgkjpf-Stellungnahme im Powerpoint-Format

 

Wenn Sie jemand verständlich machen wollen, was die Direktausbildung für behandlungsbedürftige Kinder bedeutet, finden Sie hier zwei anschauliche Beispiele (zwei Kinderfälle)

 

Die dgkjpf fordert vom Bundesminister für Gesundheit:

1. Abkoppeln der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie von der Direktausbildungsreform

2. Beibehalten der postgraduierten Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

3. Zugang von Nicht-Psychologen mit Masterstudienabschluss zur Ausbildung (Pädagogen, Sozialpädagogen, Mediziner)

4. allgemeine Approbation ohne Altersbeschränkung nach der Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (denn Erwachsenentherapeuten haben auch keine Altersbeschränkung nach unten)

5. Keine Abstimmungsberechtigung von Erwachsenentherapeuten in den Kammern, wenn es um existentielle Fragen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie geht

6. Entwicklung dualer Ausbildungsmodelle für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, bei denen z. B. Bachelor in Psychologie, Pädagogik, Sozialpädagogik Zugang zu einem Psychotherapie-Masterstudium haben, das Voraussetzung für die Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist

7. Verkürzung der Pflichtdauer der stationären praktischen Tätigkeit in der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie auf 3 Monate, so lange keine ausreichende Bezahlung gewährleistet werden kann

15.1.2015  Kommentar Deutsches Ärzteblatt PP-Ausgabe: DPT-Beschluss für Direktausbildung - Psychotherapie ist nicht im Hörsaal erlernbar

15.11.2014:  Download der Stellungnahme der dgkjpf zum Beschluss des 25. DPT: Verantwortungslos gegenüber Kindern und Jugendlichen

Leider hat der 25. DPT keine Rücksicht auf die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie genommen. Er hat sich für die Direktausbildung entschieden und damit  die hoch qualifizierte Ausbildung und Patientenversorung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie preisgegeben. Diese geht endgültig verloren. Eine Entscheidung, für die es keinen zwingenden Grund gab. Man hätte die Ausbildung nicht für das berufspolitische Ziel instrumentalisieren dürfen! Denn:

--> Kurzgefasst -  10 Gründe, weshalb ein Direktstudium an der Universität die Zukunft der Psychotherapie beschädigt:

1. Psychotherapie kann nicht zur puren Wissenschaft demontiert werden (an der Uni kann man höchstens Psychotherapie-Wissenschaft lernen, abe keine Psychotherapie)

2. Psychotherapie lässt sich nicht wie Medizin in einem grundständigen Studium lehren (lässt sich nicht auf Naturwissenschaft reduzieren)

3. Psychotherapie kann  noch nicht von 18-jährigen Abiturienten gelernt werden ( Persönliche Reife sollte da sein)

4. Psychotherapie ist sehr verschieden von Medizin und benötigt eine vorausgehendes akademisches Studium  an einer Hochschule - daher ist eine postgraduierte Ausbildung erforderlich (an der Uni Psychotherapie-Wissenschaft lernen und postgraduiert im Institut die Psychotherapie)

5. Psychotherapie kann nicht an einer Hochschule gelernt werden , sondern dort wo Psychotherapie gemacht wird (Patientenkontakt statt Powerpoint)

6. Psychotherapie muss von erfahrenen Psychotherapeuten geleht werdennicht von hauptberuflichen Wissenschaftlern. Und ein Universitätsstudium muss zu einem hohen Prozentsatz von hauptamtlichem Lehrpersonal bestritten werden.

7. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist kein Teilgebiet der Psychologie, die sich nie groß um sie gekümmert hat - und jetzt auf einmal?

8. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie entspringt ebenso der Pädagogik, Sozialpädagogik und Medizin

9. Der Beruf der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn mit eigener Approbation hat einen sehr großen Qualitätssprung in der Patientenversorgung gebracht und darf deshalb nicht abgeschafft werden. Sowohl Hochschule als auch Klinik nehmen Qualität weg.

10. Pflicht-Weiterbildung in der Klinik nach der Ausbildung ist eine zugleich familienunfreundliche, unqualifizierte und unnötige Aufblähung des psychotherapeutischen Bildungswegs, die einen Flaschenhals erzeugt, durch den nur noch 20 % ihr Berufsziel erreichen können. Die Ausbildung muss berufsbegleitend werden.

Umfassende Informationen sind stets zu finden unter:   www.dgkjpf.de
 
Petition Adressat:
Bundesgesundheitsministerium BMG, Deutscher Bundestag 
Ziel:
Direktausbildung stoppen – Kinderpsychotherapie retten Hier klicken, um die Petition zu unterstützen:  LINK
Weiterleitung zur Petitionsseite (noch kein endgültiger Klick. Dort können Sie alles noch einmal anschauen und abwägen)
Wenn Sie das für richtig halten, können Sie noch mehr helfen, indem Sie
möglichst viele Freunde und KollegInnen einladen, an dieser Petition teilzunehmen.
David gegen Goliath - Leider haben wir nur die Größe von David. Und nicht jeder Goliath lässt sich stoppen, Bundespsychotherapeuten-Kammer und ein Berufsverband kämpfen für ihr Direktausbildungsziel und rufen ihre Mitglieder auf, die schlecht oder einseitig informiert werden. Wir haben dagegen nur diese Petition. Und den Rest der Informationen. Wahr ist, dass der Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit seiner eigenen Approbation abgeschafft wird. Und dagegen kämpfen wir.
Erläuterungen:
Psychologische Berufspolitiker und BMG stimmen darin überein, unseren Beruf des eigenständig approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten abzuschaffen, den es erst seit 1999 gibt (d.h. die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie-Approbation abzuschaffen).
Unser Beruf hat eine eventuell anspruchsvollere Ausbildung als die Psychologischen Psychotherapeuten und unsere Arbeit ist eventuell anspruchsvoller als deren therapeutische Tätigkeit. Wir haben dafür gesorgt, dass in Deutschland die Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher sehr viel besser geworden ist, mit weltweit höchstem Standard. Jetzt wird einfach über unsere Köpfe hinweg unsere Abschaffung beschlossen. Mehr als 75 % sind SozialpädagogInnen und PädagogInnen, nur wenige sind PsychologInnen.
Das führt zu einer nicht zu verantwortenden Verschlechterung der Versorgungsqualität im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Wieder werden Emanzipationskämpfe, die eigentlich gegen Ärzte gerichtet sind, auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.
Helfen Sie uns und den Kindern und Jugendlichen, die uns dringend brauchen.
Helfen Sie uns, die basale Direktausbildung zu verhindern, die das Instrument unserer Abschaffung ist und die zu einer allgemeinen Verschlechterung der Patientenversorgung führen wird. Ohne unsere 3- bis 5-jährige postgraduierte Ausbildung NACH dem Hochschulstudium ist die dringend benötigte Versorgungsqualität nicht zu erhalten.
Helfen Sie uns, unseren Beruf des eigenständig approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu erhalten. Damit wir weiter unser Bestes für die Kinder und Jugendlichen geben können, die uns so sehr brauchen. Denn dieses Opfer darf nicht für Statuskämpfe zwischen Ärzten und Psychologen gebracht werden. Unterstützen Sie diese Petition.
Für die Aktiv-Gruppe Petition
Ihr Florian Sedlacek
approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut München
e-mail:  info(at)dgkjpf(dot)de
Denn: Psychotherapie ist mehr als Wissenschaft, man kann sie nicht Wissenschaftlern überlassen, die das mit einer Direktausbildung machen wollen.
Und Kinder -und Jugendlichenpsychotherapie darf man nicht der Psychologie allein überlassen, Pädagogik, Sozialpädagogik und Medizin sind unverzichtbare wissenschaftliche Disziplinen.
--> Hier können Sie das Bild Un-Vor-Über-Nach-Wissenschaft herunter laden <--
 
PS: Hier noch die Forderungen weiterer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten der Aktion Rettung des Berufs Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, mit denen gesprochen werden muss, bevor über sie entschieden wird.
Wir wehren uns dagegen, dass andere unsere Approbation abschaffen wollen, - ohne uns zu informieren - ohne uns zu fragen - ohne dass es einen Grund dafür gibt - über unsere Köpfe hinweg - als ob wir unmündige Kinder wären, mit denen man nicht reden kann - als ob Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nur den Psychologen gehören würde und nicht auch den Pädagogen und Sozialpädagogen. Die Mehrheit im Parlament der Psychotherapeuten (DPT) empfahl 2010 uns einfach abzuschaffen. Und werfen Pädagogen und Sozialpädagogen den Zugang zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Als ob sich die Universitätspsychologie vor dem Psychotherapeutengesetz ausreichend um die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gekümmert hätte.
 
Wir wollen  das nicht.
Wir wollen über uns selbst bestimmen.
Wir wollen nicht, dass Erwachsenentherapeuten mitstimmen dürfen, wenn es um unsere Existenz geht.
Wir fordern das BMG auf, dieses Reformvorhaben aufzugeben, da es über die Köpfe von Minderheiten hinweg durchgezogen werden soll.
Wir fordern die Beibehaltung unserer Approbation.
Unsere Ausbildung ist mindesestens so hochwertig wie die Erwachsenen-Ausbildung.
Unser Beruf ist mindetens so anspruchsvoll wie der approbierte Erwachsenen-Psychotherapeut.
Unsere berufliche Spezialisierung ist dringend notwendig für die psychisch erkrankten Kinder in Deutschland.
Unsere Spezialisierung kann niemals durch einen Erwachsenen-Therapeuten mit Zusatzausbildung oder Zusatz-Weiterbildung erworben werden.
Mit der Abschaffung unserer eigenen Approbation geht einmalige Versorgungsqualität für immer verloren.
Hier wird auf dem Rücken der Kinder ein Statuskampf ausgetragen, der verantwortungslos ist.
Wir fordern die Politik auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden - auch Kindern gegenüber.
Ihre Rechte sind ebenso bedeutsam wie die Rechte der Erwachsenen-Psychotherapeuten.
Und auch wir Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wollen nicht rechtlos sein.
 
Und zuletzt noch die Forderungen meiner erwachsenentherapeutischen KollegInnen, die die Verschlechterung der Qualität der Patientenversorgung mittels basaler Direktausbildung verhindern wollen:
 
Es gibt unendlich viele Gründe, deretwegen die basale Direktausbildung gestoppt werden muss:
 
Es ist ein Fehler, entgegen dem von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Forschungsgutachten Psychotherapie die Abschaffung der als gut bestätigten gegenwärtigen Psychotherapie-Ausbildung zu betreiben, nur um berufspolitische Status-Ziele zu verfolgen.
 
Es ist ein Fehler, einen künstlichen Engpass im Zugang zum Psychotherapie-Studium in einem Ausmaß zu erzeugen, dass nur noch ein Viertel der Bewerber, dieses Studium beginnen können.
 
Es ist ein Fehler, einen künstlichen Engpass bei den Arbeitsstellen in der Psychotherapie-Weiterbildung zu erzeugen, so dass nach vielen Jahren Studium und Psychotherapie-Ausbildung das Ergebnis die Langzeit-Arbeitslosigkeit ist, ohne Chance jemals diesen Beruf auszuüben.
 
Es ist ein Fehler, die beste Psychotherapie-Ausbildung abzuschaffen, die wir in Deutschland und weltweit je hatten – mit der Illusion die Universitätspsychologie das auch könnte, während bisher nicht einmal eine wirklich gute Vorbereitung auf die postgraduierte Psychotherapie-Ausbildung verwirklichen konnte.
 
Es ist ein Fehler, die beste Krankenversorgung, die wir je hatten, zu gefährden, indem eine hochwertige praktische Ausbildung in ein Universitätsstudium vorgezogen wird.
 
Es ist ein Fehler, Psychotherapie-Ausbildung von Wissenschaftlern und Hochschullehrern durchführen lassen anstatt von erfahrenen PsychotherapeutInnen. Psychotherapie-Ausbildung ist eine praktische Ausbildung.
 
Es ist ein Fehler die bisher beste Krankenversorgung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen zu opfern.
 
Es ist ein Fehler, approbierten KJ-Psychotherapeuten persönliche Vorteile anzubieten, wenn sie nicht gegen die Abschaffung ihres Berufs stimmen.
 
Es ist ein Fehler, der Universitätspsychologie die Kinder- und Jugendpsychotherapie zu überlassen, die diese bis zum Psychotherapeutengesetz 1999 mehr als stiefmütterlich behandelte.
 
Es ist ein Fehler, Pädagogen und Sozialpädagogen den Zugang zur Ausbildung in Kinder –und Jugendlichenpsychotherapie zu verwehren.
 
Es ist ein Fehler, die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie als eigenständig approbierten Beruf abzuschaffen – nur um die eigenen berufspolitischen Ziele zu erreichen.
 
Es ist ein Rückschritt, Psychotherapie an die Uni zu holen. Das ist wie den Schreinerberuf an die Hauptschule holen zu wollen. Denn wir brauchen eine praktische Psychotherapie-Ausbildung, keine die immer mehr verwissenschaftlicht und immer praxisferner wird.
 
Es ist anachronistisch eine sehr gute Berufsausbildung, die Garant für die bisher beste Patientenversorgung im psychischen Bereich führte, im 21. Jahrhundert zu verstaatlichen, denn Unis sind staatlich mit all den Nachteilen der Schwerfälligkeit des Staatsapparats.
 
Es ist ein Fehler, die Psychotherapie der Psychologie einzuverleiben und andere Wissenschaftsbereiche auszuschließen (wie Pädagogik, Sozialpädagogik, Medizin etc.).
 
Es ist ein Fehler, ein Universitäts-Bildungsmonopol zu errichten. Das führt zur Verarmung der Ausbildung.
 
Es ist ein Fehler, die Psychotherapie der RCT-Wissenschaft einzuverleiben und andere wissenschaftliche Paradigmen zu vernachlässigen (wie Feldforschung, qualitative Forschung, Hermeneutik), die dem Wesen der Psychotherapie eher gerecht werden. Auch wenn RCT-Studien unverzichtbar sind, sind sie nur ein Teil der Wissenschaft.
 
Es ist ein Fehler, zu verschweigen, dass es einen besseren Weg gibt, um die Psychotherapie-Ausbildung und die Patientenversorgung weiter zu entwickeln, nämlich die DUALE DIREKT-AUSBILDUNG. Dieser hat alle Vorteile der basalen Direktausbildung und führt nicht zu den katastrophalen Folgen der basalen Direktausbildung. .
 
Umfassende Informationen sind zu finden unter:  www.dgkjpf.de
Im CIP-Medien Verlagist jetzt das von Serge Sulz herausgegebene Buch "Psychotherapie ist mehr als Wissenschaft" erschienen: www.cip-medien.com - Preis 25 Euro. Auch als e-book erhältlich für 17,99 Euro.
Stand 20.1.2015
 
Direktausbildung Stoppen